Fördert das Stillen frühkindliche Karies?

News vom 13. Juli 2016
Welchen Einfluss hat das Stillen auf die Karies beim Kind

Junge, stillende Mütter fragen immer wieder ob sie abstillen müssen, wenn die ersten Zähnchen kommen. Hintergrund ist die Sorge, dass das Stillen am Abend und in der Nacht zu Karies führen könnte da die Muttermilch mit bis zu 7 Gramm Milchzucker pro 100 ml sehr süss ist.

Diese Sorge ist allerdings unbegründet.

Zum einen ist Milchzucker im Gegensatz zu Haushalts- oder Fruchtzucker aufgrund seiner besonderen Eigenschaften (Doppelzucker ist schwerer aufzuspalten) für Kariesbakterien nicht gut zu verwerten. Ausserdem enthält Muttermilch viele wichtige Mineralstoffe wie Phosphor und Kalcium  in einer für das Kind idealen Dosierung. Diese festigen den Zahnschmelz.

Zum anderen ist der Trinkvorgang beim Stillen ein anderer als bei der Flaschenfütterung. Durch die spezielle Anatomie der Brustwarze fließt die Muttermilch beim Saugen zum Großteil in den hinteren Teil der Mundhöhle und direkt in den Rachen, wo sie sofort vom Kind runtergeschluckt wird. Da die ersten Zähnchen meistens die Frontzähne sind, kommen diese beim Stillen also nur kurz mit der Milch in Kontakt.

 Dies ist bei der Flaschenfütterung anders. Hier werden die Zähne während des Trinkvorgangs kontinuierlich mit der Milch umspült. Daher erhöht ein häufiges Trinken von zuckerhaltigen Getränken aus einer Nuckelflasche das  Kariesrisiko wesentlich.

Aber eins ist unabhängig von der Art der Fütterung unerlässlich. Die tägliche Zahnpflege ab dem ersten Zahn. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt über die Möglichkeiten zur Zahnpflege bei Babys und Kleinkindern beraten.


 

Katrin & Daniel Aalai

Zahnärztin Katrin Aalai und Zahnarzt Daniel Aalai Fürth

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